Ausbildungen:

2004

Diplom Malerei und Grafik, erweiterter malerischer Raum, Prof. Franz Graf
Thema: „Female Cycle“

2002

Promotion mit Auszeichnung, Prof. Dr. Elisabeth Samsonow und Prof. Dr. Richard Heinrich

1999

Doktoratsstudium:
Universität Wien: Philosophie
Akademie: Kunst- und Kulturwissenschaften
Thema: „Die böse Frau. Die Dekonstruktion eines Bildes durch die zeitgenössischen Künstlerinnen Annie Sprinkle, Elke Krystufek, Niki de Saint Phalle, Pipilotti Rist und Valie Export.“

1993

Universität Wien/ Akademie der Bildenden Künste Wien, Meisterklasse
Arnulf Rainer: Malerei und Grafik

1992

Reifeprüfung am Gymnasium Ried im Innkreis

Dissertation von Claudia Mang: Philosophie/Kunst- und Kulturwissenschaften Universität Wien/ Akademie der Bildenden Künste Wien, 2003

„Die böse Frau“ Die Dekonstruktion eines Bildes durch die zeitgenössischen Künstlerinnen Annie Sprinkle, Elke Krystufek, Niki de Saint Phalle, Pipilotti Rist und Valie Export

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie das Bild der „bösen Frau“ in der Kunst des 20. Jhts` zu beschreiben ist und welche Inhalte sich darin verbergen. In interdisziplinärer Absicht werden kunsttheoretische- philosophische- psychologische- u.a. Positionen herangezogen, um das Bild der „bösen Frau“ möglichst umfassend darstellen zu können bzw. deren Dekonstruktion im Schaffen der Künstlerinnen zu beweisen.

Nicht nur den Frauenbewegungen der letzten Jahrzehnte ist eine revolutionäre Beschäftigung mit Weiblichkeitszuschreibungen und deren Kritik zu verdanken. Auch gegenwärtige (und ältere Generationen) Künstlerinnen formen mit einer Melange aus Humor, Ironie und Ernsthaftigkeit den Untergrund für eine weibliche Lebensform abseits von traditionellen oder auch neuen Mustern der „bösen Frau“.

Es soll ein Fächer an Weiblichkeit dekonstruiert werden und damit die Dichotomie von „guter“ oder „böser Frau“ unterlaufen werden. Den Künstlerinnen geht es darum, die subjektive, individuelle Entfaltung des Menschen abseits einer fest gefügten Geschlechterdifferenz in den Vordergrund zu stellen.

Elke Krystufek schockiert durch ihre Werke, indem sie z.B. als Hure auftritt und gleichzeitig die Tragik dieser „Figur“ durch Überhöhung oder Lächerlichkeit nachzeichnet.
Annie Sprinkle, ehemaliger Pornostar, setzt sich in ihren Arbeiten intensiv mit der Kluft zwischen Vorstellungen von „idealer, positiver – und schmutziger, negativer Sexualität“ auseinander.
Niki de Saint Phalle, die wie Annie Sprinkle und Valie Export, einem von der katholischen Moral geprägten Elternhaus entstammt, behandelt nicht nur Frauenbilder der letzten Jahrzehnte, sondern stellt in ihren Arbeiten auch Verbindungen zu mythischen oder historischen weiblichen Gestalten her.
Pipilotti Rist steht in der Tradition der Girlism-Bewegung, die besonders im popkulturellen Bereich ein selbstbewusstes Frauenbild prägt. Sexismen und Rassismen schlägt sie mit deren eigenen Waffen, indem sie Attribute von Weiblichkeit in ihren Arbeiten unterstreicht und überzeichnet.
Valie Export, als eine der ersten feministischen österreichischen Künstlerinnen, hat zahlreiche theoretische Abhandlungen zur Stellung der Frau in Gesellschaft und Kunst verfasst. Vor allem das Bild der „bösen Mutter“ ist meines Erachtens ein wesentlicher Gesichtspunkt ihres Schaffens.

Meine These, dass nicht nur in der Kunst des 20.Jhts` ein Bild der „bösen Frau“ wirksam ist, bestätigt sich im Laufe der vorliegenden Arbeit. Es soll gezeigt werden, dass neu formulierte Redewendungen wie „bad girls“ oder „unangepasste Frau“ ebenso alte Bilder der „Hexe“, „Hure“, „böse Mutter“, „Hysterikerin“ usw. beinhalten oder gar wiederholen, wie sie neue Vorstellungen von „bösen Frauen“, z.B. „egoistische Karriereweiber“, einführen. Anders allerdings gestaltet sich nun die Bewertung und Auseinandersetzung mit diesen Zuschreibungen.